Chinesische Kalligraphie

Auch heute noch ist in China die Kalligrafie weit mehr als schön schreiben – sie ist eine angesehene Kunst „shu fa“ genannt und wird gleichgesetzt mit Malerei, Musik und Literatur. Dennoch ist sie sehr populär und wird schon den kleinen Kindern früh beigebracht.

Die chinesische Kalligrafie kann nicht mit dem doch recht starr anmutenden Schreiben der westlichen Kalligrafie verglichen werden. Sie ist vielmehr ein Zusammenspiel aus Malerei und Bewegungskunst. Jede noch so leichte Handbewegung wird vom Pinsel aufgenommen und spiegelt sich als Emotion im Schriftbild wieder. So benötigt man neben den „Vier Schätzen des Studierzimmers“ - Pinsel (Bi), Papier (Zhi), Tusche (Mo) und Reibstein (Yan) - auch Konzentration, innere Ruhe und rhythmisches Feingefühl, um einerseits die Schriftzeichen exakt auszubalancieren, sie andererseits aber auch harmonisch darzustellen.